Texte und Gedanken
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>> Der erste Genozid des 20Jh.
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Der erste Genozid des 20Jh. |
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Heute, am 24. April, ist der Internationale Tag gegen Tierversuche. Aber heute jährt sich auch zum 95. Mal der am 24. April 1915 begonnene Völkermord an dem armenischen Volk. Dieses Verbrechen gegen die Menschlichkeit geschah unter den militanten Nationalisten Enver, Jemal und Talaat Pascha, die 1913 die Führung des Osmanischen Reichs (heutige Türkei) übernahmen und systematisch die Vernichtung der armenischen Bevölkerung planten. Es sollte der erste Genozid des 20. Jahrhunderts werden. Bis zu 1,5 Millionen Menschen wurden durch Massenerschießungen, Hinrichtungen, Folter, Zwangsmärschen und Hunger getötet. Da die türkische Regierung diesen Genozid bis heute leugnet, ist es uns ein Bedürfnis den unzähligen Opfern zu gedenken.
Das Verleugnen von Genoziden bedeutet sich mitschuldig zu machen an vergangenen und zukünftigen Verbrechen, denn unaufgearbeitete Geschichte wiederholt sich. Schon „Adolf Hitler zog aus dieser Geschichtsverleugnung seinen Vorteil. Als er 1939 seine Generäle dazu anhielt, bei der Invasion Polens mit äußerster Brutalität vorzugehen, sagte er: „Wer erinnert sich denn heute noch an die Vernichtung der Armenier?“ Mit anderen Worten: Den Türken hat man den Völkermord durchgehen lassen, dann werden auch wir ungeschoren davonkommen.“*
Und auch Deutschland wird bis heute seiner Mitschuld als damaliger Verbündeter des Osmanischen Reichs nicht gerecht. In einer Antwort vom 25.02.10 auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Die Linke weigert sich die Bundesregierung diesen Völkermord als solchen zu bezeichnen: „Eine Bewertung der Ergebnisse dieser Forschungen sollte Wissenschaftlerinnen/Wissenschaftlern vorbehalten bleiben.“ In was für einer Gesellschaft leben wir, wenn es möglich ist einen Völkermord 95 Jahre lang unter den Teppich der Geschichte zu kehren?
* Springer, Jane. Genozid. Hildesheim, Gerstenberg Verlag, 2007, S. 38 f. |
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Wählt die Tierschutzpartei |
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Viele TierrechtlerInnen stehen der Tierschutzpartei skeptisch gegenüber, weil diese angeblich "nur" Tierschutz propagiert - also eine Verbesserung der Bedinungen und nicht eine Überwindung der Ausbeutung der Tiere. Fakt ist aber: Die Partei Mensch Umwelt Tierschutz sieht sich von ihrem "Selbstverständnis her [...] als Teil der Tierrechtsbewegung, deren Anliegen [sie] zu politischem Durchbruch verhelfen [will]." So ist zum Beispiel das Fernziel ihrer Agrar-Politik "Eine tierfreie, rein pflanzliche Landwirtschaft!" Des Weiteren müssen wir die symbolische Bedeutung erkennen, die ein hoher Stimmenanteil der Tierschutzpartei bei den Wahlen hätte. Ein kleines Gedankenspiel: Angenommen, die Tierschutzpartei würde 5 Prozent der Stimmen bekommen. Dann würden erstens sämtliche Medien über die Tierschutzpartei berichten und die radikalen Tierschutz- und Tierrechtsforderungen der Partei unter das Volk bringen. Gleichzeitig hätte die Tierschutzpartei die Möglichkeit auf gesetzlicher Ebene radikale Tierschutzforderungen zur Diskussion zu stellen. Das Leiden der Tiere würde also intensiver besprochen werden. Der entscheidende Punkt ist aber, wenn die etablierten Parteien sehen, dass ihre Stimmen an die Tierschutzpartei gehen, so wären sie gezwungen, zukünftig ihr Programm im Sinne der Tiere zumindest ein Stück weit zu verbessern. Und bedenkt bitte, wenn ihr die Grünen oder die Linke wählt, so wissen die Parteien nicht, dass es wegen der Tiere ist. Daher halten wir es für ausgesprochen sinnvoll, die Tierschutzpartei zu wählen, wo sie zur Wahl steht. |
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Filmempfehlungen |
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Die Welt, in der wir jetzt leben, wird nicht von irgendwelchen unbeeinflussbaren, übermächtigen Faktoren, wie Natur oder Gott, bestimmt. Die Welt,
Earthlings* [...] Ignorance is the speciesist's first line of defense. Yet it is easily
breached by anyone with the time and determination to find out the truth. [...] Animals used for food, used for clothing, used for entertainment,
and in scientific experiemnts, and all the oppression that is done to
them under the sun, they all die from pain. Each and every one."
Wichtig: Der Film war ursprünglich dafür ausgelegt, die Tierrechtsbewegung und vor allem PeTA zu diskreditieren! Bitte lest dazu das Interview mit Florian Radke.
"Augenscheinlich mag Amerika nicht, was ich zu sagen habe. Sie hören gerne, dass Hamburger 99 Cent kosten.
Jake Conroy: 4 Jahre, 1 Million Dollar Strafe
All das für Tiere? Die gleichen Fragen wurden immer wieder gestellt
in allen Bewegungen für soziale Gerechtigkeit. Und nun wird es
endlich wegen Tieren gefragt. Ja! All das für ein Tier."
Tod im Labor
"Das Tierschutzgesetz schützt die Wissenschaftler davor wegen Tierquälerei belangt zu werden. Die Tiere schützt es nicht. [...] Die tierexperimentell ausgerichtete Forschung will uns seit Jahren weiß machen, wir müssten uns zwischen einer Ratte und einem geliebten Menschen entscheiden. Aber das ist natürlich Unsinn. Wir müssen uns nur entscheiden zwischen guter Wissenschaft und schlechter Wissenschaft. [...] Einer der Hauptgründe für Tierversuche ist Geld. Ein ganzer Industriezweig lebt vom
Tierversuch. Züchter, Händler, Futterlieferanten, Hersteller von Käfigen und Zubehör,
Wissenschaftler, Institute und so weiter. Sie alle verdienen an Tierversuchen."
"Mit dem Öl begann das Zeitalter, in dem sich der Mensch von den fesseln der Zeit befreit. Das Öl brachte Einigen von uns ungeahnten Komfort. Wir haben in fünfzig Jahren - nicht einmal die Spanne eines Menschenlebens - die Erde radikeler verändert als alle Generationen vor uns."
"Je höher entwickelt ein Land ist, desto mehr Fleisch verbrauchen seine
Einwohner. Wie kann der weltweite Bedarf befriedigt werden, ohne riesige
gefängnisgleiche Viehfarmen? Schneller und immer schneller. Die künstlich beschleunigte
"Wir haben einen Planeten, der sich wie ein infizierter Organismus verhält."
"Unsere Kultur basiert auf der Annahme, dass wir die höchste Lebensform auf der Erde sind, [...] dass wir die Herrscher über alle Lebensformen sind."
"Der Washingtoner Konsens stammt aus den 70-er Jahren. Der Internationale Währungsfonds
"Was man nicht sieht, das ist die Angst, die tägliche Angst vor dem nächsten Tag.
Freihandel hat mit Freiheit überhaupt nichts zu tun. Das ist eine riesige Lüge. Es ist die Freiheit des Raubtiers im Dschungel."
"So viele Fischer sterben, aus Geldmangel. Und zweitens, so viele Frauen,
die ihre Ehemänner wegen Aids verloren haben. Nach dem Tod ihres Mannes
kommen sie zum See und werden Prostituierte. Sie verursachen den Tod
vieler Fischer. [...] Ich glaube, wir haben jeden Monat 10 bis 15 Todesfälle.
Und es ist ein kleines Dorf ..."
"Pro Tag essen zwei Millionen weisse Menschen Viktoria-Fisch." [Anmerkung: Hierbei handelt es sich um die zerstückelten Körper von ermordeten fühlenden Wesen.]
"Die grösste Schwierigkeit ist das Ammoniak Gas... Es kann Durchfall auslösen. Das Gas kann deine Augen zerfressen."
Screamers* (von und mit System of a Down) "Wenn man einen Genozid leugnet, ob das der Holocaust war oder der
armenische Genozid, macht man sich nicht nur an den vergangenen Genoziden
mitschuldig, sondern macht es auch wahrscheinlicher, dass weitere Genozide
"Es ist niemals profitabel, die Opfer eines Genozids zu retten.
Wir müssen unsere Prioritäten ändern, von Profit zu den Menschen.
Bis wir das tun, werden die Genozide weitergehen.
Die Holocausts gehen weiter, und wir leben diesen Holocaust
"Genozid ignorieren zeugt weitere Genozide."
Siehe dazu auch: Aghet - Ein Völkermord "Ich habe meine Totenkopfverbände bereitgestellt mit dem Befehl, unbarmherzig Mann, Weib und Kind polnischer Abstammung in den Tod zu schicken. Wer redet heute noch von der Vernichtung der Armenier?" (Adolf Hitler, 22.08.1939)
"Sobald sie als Norm eingeführt haben, dass Saatgut ihr Eigentum sein kann,
Lizenzgebühren vereinnahmt werden können, werden wir für das Saatgut aller Nutzpflanzen,
die wir anbauen, von Monsanto abhängig sein. Kontrollieren sie das Saatgut, kontrollieren
sie auch die Lebensmittel, das ist ihre Strategie. Das verschafft mehr Macht als Bomben,
ist mächtiger als Gewehre. Das ist das wirkungsvollste Mittel um die Völker der Erde
"..."
* nicht für Kinder und Jugendliche geeignet |
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Warum Mitgefühl mit Tieren |
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Die Grundforderung von Mitgefühl mit Tieren liegt in folgender Überlegung: Konsequentes Einfühlen in die geschundene Kreatur lässt uns die Situation der Tiere intuitiv verstehen und dient als Motor, uns immer weiter mit dem Problem der Tierausbeutung zu beschäftigen bis eine Lösung gefunden ist.
Ein umfassendes Mitgefühl mit allen fühlenden Wesen lässt uns - in Verbindung mit intellektuellen Analysen - die Situation der Lebewesen verstehen. Dieses Verstehen ist aber mehr als ein intellektuelles Begreifen, welches aus Analysen und Erklärungen hervorgeht, sondern ein vollständiges Bewusstsein.
Mitgefühl mit Tieren, konsequent umgesetzt, heißt also die Situation der Tiere in der menschlichen Gesellschaft vollständig zu erfassen - die gesamte schreckliche Tragödie. Aus diesem Verständnis erwächst dann ganz natürlich der Wunsch nach einer Befreiung der Tiere, so dass diese ein selbst bestimmtes Leben führen können.
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Erklärung und Forderungen der Tierrechtsinitiative Mitgefühl mit Tieren. |
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Die Tierrechtsinitiative Mitgefühl mit Tieren möchte einen Beitrag zur Befreiung der Tiere leisten und stützt sich hierbei zumindest zum Teil auf die buddhistische Lehre. Hierbei ist es nicht unsere Absicht die Theorie und Praxis der Tierrechts- bzw. Tierbefreiungsbewegung mit religiösen Glaubenskonstrukten zu vermengen und die politischen Forderungen zu verwässern. Ziel der Tierbefreiungsbewegung ist die Beendigung der gesellschaftlichen Ausbeutung nicht-menschlicher Tiere. Die dargelegten Aspekte und Theorien aus der buddhistischen Lehre sollen hierbei im Wesentlichen dazu dienen, andere weltanschauliche und philosophische Perspektiven zum Problem der Tierausbeutung aufzuzeigen und konstruktiv zu Diskussionen beizutragen.
Die nicht-menschlichen Tiere sind in der derzeitigen Gesellschaft vom harmonischen Zusammenleben
Ihre grundlegenden Interessen nach Freiheit, körperlicher Unversehrtheit und Leben werden grob missachtet, solange sie zum Nutzen der Menschen verwertet werden (dürfen).
Diesen gesellschaftlichen Missstand aufzuheben - bedeutet Tierbefreiung - ist unser Grundanliegen. Sicherlich müssen hierfür die verschiedenen
Die Menschen entscheiden ständig über ihr Verhältnis zu den Tieren: Politiker entscheiden Gesetze über den Umgang mit anderen Tieren; Richter entscheiden, ob bestimmte Formen der
Wir glauben, in jeder Entscheidungssituation reicht ein kritischer Impuls, der das Bestehende in Frage stellt, auf der einen Seite und Mitgefühl mit dem ausgebeuteten Tier auf der anderen um die Entscheidung zum Wohle der Tiere zu beeinflussen und ein ausbeutungsfreies Zusammenleben herbeizuführen.
Wir fordern nicht zu Veganismus (Vegetarismus) auf - wir fordern, das bestehende Mensch-Tier-Verhältnis zu hinterfragen und sich mit Tierausbeutung zu befassen. Aus dem Verständnis der Tierausbeutung entsteht ganz natürlich
Wir stehen für die politische Forderung Mitgefühl zu entwickeln. Die gesellschaftlichen Verhältnisse sollten unserer Ansicht nach stärker von Mitgefühl geprägt sein.
Es gibt (gerade im Buddhismus) Methoden mit denen Mitgefühl entwickelt werden kann.
Wir fordern zu kritischem Denken auf: Alle Theorien und alle bestehenden Strukturen
Ein Beispiel zur Umsetzung der Forderungen: Kritisches Denken und Empathie gehören in den Lehrplan der Schulen. Es ist schön, wenn unsere Kinder die Funktionen der verschiedenen Organe von Säugetieren im Biologieunterricht lernen, sie sollten aber auch lernen, dass diese Wesen Gefühle und Wünsche |
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Begriffserklärung |
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Die Erklärungen sind nicht als fixe Definitionen zu verstehen, sondern sollen einen Eindruck davon geben, wovon auf der Seite gesprochen wird.
Tiere
Der Mensch sei also je nach Kontext ausgeschlossen und die biologisch weniger Im Gegensatz dazu werden aber Insekten oder Schwämme nur wenig bis fast gar nicht leidensfähig oder intelligent sein, so dass die Argumentationen hier nur Ansätze zur Diskussion bieten.
Wir möchten aber auch keine neue Definition einführen, welche weniger entwickelte Tiere ausgrenzt. Wir gehen davon aus, dass es keine feste Grenze zwischen intelligenten, leidensfähige Tieren und nicht-intelligenten, nicht-leidensfähigen Tieren gibt. Vielmehr gibt es eine stufenlose Steigerung dieser moralisch relevanten Eigenschaften
Tierrechte Diese Nutzung der Tiere und die damit einher-
Tierbefreiung |
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